I 💜 HALL🎃WEEN

Ich liebe Halloween – egal was man darüber denken mag. Es ist ja wie mit Allem – „dosis sola venenum facit“ – nur die Dosis macht das Gift! Man kann alles  übertreiben aber man muss auch nicht aus allem ein Problem machen. Was ist schon dabei, die Kinder verkleiden sich, ziehen ein bisschen umher und schnorren ein paar Süßigkeiten; man kann sich ein bisschen gruseln aber vor allem kann man sooo schön dekorieren 🎃

Und das ist meine heurige „all-hallows-eve“ Deko:

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The Witch is in 🎃

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Winnetou hatte keine Nachthemden an!

Im zarten Alter von ca. 4-5 Jahren bekam ich von meiner Mama ein zuckersüsses, weisses Nachthemdchen mit kurzen Puffärmelchen, einer schmalen, blauen Borte am oberen Saum und mit kleinen, blau-gelben Hähnen drauf. Heute sowas von Retro!
Ich hab’s nie angezogen….
Auf die verzweifelte Frage meiner Mutter, warum ich denn das niedliche Nachthemdchen nicht tragen wolle antwortete ich: „Der Winnetou hatte auch keine Nachthemden an!“
Ich war also keines dieser zuckersüssen, pink-lila-rosa-farbengerüschten-Prinzessinnenmädchen mit langen Locken und Kleidchen und Rüschen und rosa Haarspangen….

Ich hatte einen homemade Topfhaarschnitt – was wir tröstlicherweise „Prinz-Eisenherz-Schnitt“ nannten und ich wollte ein Apache sein! Nicht irgendein Apache und schon gar keine Squaw! Ich wollte Apachenhäuptling sein!
Ich wollte Winnetou sein!
Mit halblangen schwarzen Haaren, einem Stirnband und einem schwarzen Hengst namens Iltschi! Ich wollte frei sein!
Ich wollte tags durch die Wälder meiner Ahnen streifen und auf „nordbayerischem Bergmassiv“ herumklettern und nachts am Lagerfeuer sitzen und dabei sehnsuchtsvoll in den nachtschwarzen Sternenhimmel schauen…… dabei kann man doch keine Kleidchen tragen…!

Aber: Man kann sie nähen! Und man kann sie süss und niedlich und wunderschön finden!
Und so wollte ich nun – viele Jahre später – unbedingt für ein kleines Mädchen so ein Kleidchen nähen, vielleicht auch mehrere… zum Spielen, zur Einschulung, ein Sommerkleidchen, eines für den Herbst…
In die engere Wahl kamen 3 Schnitte – für den Einstieg entschied ich mich für „Elodie von Farbenmix“… und was soll ich sagen? Sie kam, nähte und Bingo! Volltreffer! Genäht aus einem Baumwoll-Popeline-Stöffchen war es relativ einfach realisierbar – wobei ein klein bisschen Näherfahrung sicher nicht schaden kann.
Und obwohl noch einen klitzekleinen Tick zu groß (122-128) konnte es an einem kühlen Frühlingstag mit langärmeligem Shirt und Strumpfhose darunter sowie einer hübschen weißen Strickjacke darüber durchaus getragen werden ohne dabei auszusehen, als hätte man es von der 3 Jahre älteren Cousine geerbt und müsse noch „reinwachsen“….!

Übersetzt bedeutet dies: das Kleidchen wird lange tragbar sein, denn man kann es sowohl an kühlen sowie an heißen Tagen tragen und es sitzt trotzdem im Oberkörperbereich je nachdem nicht zu stramm aber auch nicht zu weit.
Dreht sich die kleine Trägerin schwingt und dreht es sich, wie ein Prinzessinenkleid eben drehen und schwingen muss.

Das freut mich sehr, denn so hat sich sowohl die Investition in den Schnitt, sowie der Nähnachmittag wirklich gelohnt – zumal es nicht das letzte Kleidchen nach diesem Schnitt sein wird.

Als kleines i-Tüpfelchen habe ich noch eine Muschelborte aus weißer Baumwolle gehäkelt und auf die Brustnaht aufgenäht, was speziell diesem Kleidchen noch ein bisschen Pep verliehen hat, denn ich habe es aus nur einem Stoff genäht.
Der Unterschied fiel sogar Tante L. auf, denn beim ersten Tragen des Kleidchens war die Borte noch nicht fertig geschweige denn aufgenäht.

Und das kleine Apachenhäuptlingmädchen von damals?
Es trägt noch immer keine bunten Kleidchen, aber näht gern und freut sich über glückliche, kleine Prinzessinen!

Großes Indianerehrenwort! Howgh!

Schuhmannschi


Fallschirmhangar

Der mir bekannte stramme Bajuware verfügt über einen – nun ja – eher spröden Charme. Und so kommt es, daß er auch für Damenunterwäsche seine ganz eigene Definition hat – Tomlish eben. Keine Sorge – es wird jetzt nicht schlüpfrig wenngleich die Bezeichnung Fallschirm für BH wenig schmeichelhaft anmutet.
Aber man gewöhnt sich an so manches und mit der Zeit wurde dieser Begriff in den „heimischen Duden“ übernommen.
Und so kommt es, daß ich statt eines Wäschekoffers eben einen Fallschirmhangar genäht habe.
Die Maße sind ca. 30 x 30 x 17 cm und außer Fallschirmen kann man da natürlich auch Strümpfe, Füsslinge und was man eben so braucht darin verstauen. Geeignet wäre er wohl auch für die Reise, denn da fliegen die Socken und die Unterwäsche grundsätzlich irgendwo im Koffer rum und man findet sie erst, wenn man den Rest des Inhaltes durchpflügt und wieder komplett aus-und eingeräumt hat.

Die Außenteile sind mit Vlieseline verstärkt und die Futterteile mit aufbügelbarem Volumenvlies.
Eine Anleitung oder ein SM habe ich leider nicht, da frei Schnauze genäht – daher hatte ich einige Male so meine Zweifel hatte ob das nun wenigesten ansatzweise so wird wie ich mir das vorgestellt habe. Es wurde und für meinen ersten Wäschekoffer – pardon: Fallschirmhangar ist er eigentlich ganz ok geworden und es passt auch gut was rein.

Und auch diesmal habe ich meinen Lieblings-Stickbär wieder bemüht in Form seiner entzückenden Lingerie Stickdatei – schaut mal hier: http://www.stickbaer.de/Stickdateien/Fuer-Teens/Lingerie.html

Ein schönes (Näh)Wochenende
Schuhmannschi


Kleine Bauarbeiter kuscheln gerne!

Darum habe ich für mein Patenkind Jakob zum ersten Geburtstag einen kleinen Quilt genäht, bestickt mit einer zuckersüssen Stickdatei „Auf der Baustelle“ vom Stickbär:
http://www.stickbaer.de/Stickdateien/Jungs/Auf-der-Baustelle.html

Geschätzte Größe ist ca. 100 cm x 87 cm. Die einzelnen Quadrate sind 15 x 15 cm cm. und das Binding ist ca. 6,5 cm breit.
Top und Rückseite ist aus Baumwolle, das Inneleben ist ca. 1 cm dickes, einnähbares Volumenvlies, maschinengequiltet im Nahtschatten.

Ich habe vor dem Quilten das komplette Sandwich mit Sicherheitsnadeln in jedem Quadrat fixiert und dann von der Mitte aus in die verschiedenen Richtungen gequiltet, damit sich nichts verschiebt. Die Einfassung habe ich von hinten nach vorne angenäht und mit einem breiten Zick-Zack-Stich festgenäht.

Seinem kleinen Zwillingsbruder Philipp hat er jedenfalls gefallen, er hat sich immer wieder bäuchlings drauf geworfen und damit gekuschelt.

Ein schönes (Näh)Wochenende wünscht Euch
Schuhmannschi


Was man tun muss um einen Korb zu kriegen…

Nun, wenn man noch unerfahren ist, braucht man ca. 1,5 Tage Zeit, das nötige Werkzeug und Material und natürlich einen guten Lehrmeister!
Schon lange, sehr lange wollte ich es wissen und nun bot sich die Gelegenheit dank eines angebotenen Kurses.

Das Objekt der Begierde: Ein Erntekorb, umgangssprachlich eine Gretz’n!

Hierzulande hat Obstbau eine lange Tradition und so wurden die notwendigen Erntekörbe von den Obstbauern zumeist selbst angefertigt, teilweise auch heute noch.
Früher flocht man die Körbe im Winter in der warmen Stube und damals so auch heute aus Weidenruten.

Das Ergebnis seht ihr hier – normalerweise sind die Körbe größer, sie waren ja für die Apfel- oder Zwetschgenernte gedacht, aber ich wollte bewußt keinen so großen Korb haben. Er ist sicher noch nicht ganz perfekt, aber kann sich durchaus sehen lassen und zugegeben – ich war gestern stolz wie Bolle als ich abends nach Hause kam.
Außerdem sind diese Körbe dermaßen stabil, so daß schwere Sachen wie Äpfel, volle Flaschen usw. problemlos transportiert werden können. Natürlich eignen sie sich für auch für uns Handarbeiterinnen um zb. Wolle formvollendet darin zu präsentieren 😉 – auch habe ich mir überlegt ein passendes Inlay dafür zu nähen und schon hätte man einen wunderschönen Picknickkorb; und gerade für die bevorstehende Osterzeit eignen sie sich hervorragend für die Außendekoration, für Blumenarrangements, als tolles Geschenk etc. etc. etc.

Für die Fertigung man braucht ein bisschen Kraft in den Armen und vor allem in den Fingern, ein klein wenig Geschick und die Lust am Selbermachen. Aber wie ich finde, der Aufwand lohnt sich und das war garantiert nicht mein letzter Korb. Mein nächstes Flechtwerk soll jedoch erst einmal ein Vogelhaus aus Weidenruten sein, darauf freue ich mich jetzt schon, denn die sind wunderschön!
Habt ihr Lust bekommen? Dann ran an den Speck – oder besser an die Weiden – ein tolles Hobby mit hohem Suchtpotential – nach dem ersten Tag habe ich sogar vom Korbflechten geträumt – und man kann sooo schöne Sachen machen!

Euch einen schönen Restsonntag und viel Spaß beim Selbermachen
Schuhmannschi 🙂


Farewell JB!

Zum Abschied ein Geschenk für einen tollen Chef und Kollegen und obendrein netten, humorvollen Menschen und liebevollen Familienvater!
Wir haben lange überlegt was man da schenken kann… mach mal Schuhmannschi, dir fällt schon was ein… Familienmensch mit 3 kleinen Kindern…jemanden, der sich über nichts mehr freut als darüber, seinen Kindern eine Freude zu machen?
Das übliche Fläschchen wäre schnell geleert und vergessen oder landet verstaubt im Kellerregal…
Aber was dann? Nix von der Stange!
hmmm Familie… Tischsets…? Bestickt? Hat nicht jeder aber die ganze Familie hätte was davon… nun, warum eigentlich nicht?!

..und obendrein wird es ihn täglich an uns erinnern! 😉

Farewell und alles Gute JB!

Gestickt wieder einmal mit meinen all-time-favorites, den Doodles vom Stickbär


Bilder kann man auch als Topflappen benutzen!

Topflappen! Untersetzer! Wie langweilig!
Ich wollte keine langweiligen Topflappen oder blöde Untersetzer nähen.
Aber – eine Frau, ein Wort und als das benötigte Material endlich eintraf und die Zeit bis Weihnachten auch langsam kanpp wurde gab es keine Ausrede, keine Entschuldigung mehr!
Die Vorgabe war lediglich Topflappen ‚mit rosa‘ und Untersetzer „auch mit rosa und mit Prinzessin oder so“…

Nun mag ich ja schon recht gerne die Stickdateien vom Stickbär und da kamen mir zum einen die Applikationen
Vintage Kitchen und zum anderen die Princess Doodles sehr zupass!

Die Grundmaße der Quadrate waren 26 x 26 cm schön groß also – wer sagt eigentlich , daß Topflappen immer so klein sein müssen, daß man grad mal die Fingerspitzen schützen kann um sich mit Gewissheit den Rest der Hände zu verbrennen.

Ich habe also mein ausreißbares Stickvlies mit dem Stöffken samt einer Lage Thermolam in den Stickrahmen eingespannt und bestickt. Nach dem Besticken gabs noch eine Lage Insul Bright, ein wärme-bzw. kälteisolierendes Vlies bestens für Topflappen, Untersetzer, Schlafsäcke geeignet.

Dann habe ich die 5 cm breiten rotgepunkteten Stoffstreifen erst oben und unten festgenäht, schön umgebügelt und denn die Seitenteile aufgenäht. Die Schlaufe zum Aufhängen mit Klebstreifen fixiert und dann das ganze schöne Sandwich mit dem Rückenstoff verstürzt.
Wendeöffnung nicht vergessen, dann die Ecken schön ausgeformt – dafür kann man etwa ein Schaschlikstäbchen verwenden und die WÖ zum Schluß per Hand mit einem Matratzenstoff geschlossen. Zum Schluß habe ich im Nahtschatten, also in der Naht zwischen Rosa und Pünktchenrot mit der Maschine gequiltet.

Die Vintage Kitchen als Topflappen gedacht können also genauso gut als Untersetzer verwendet werden und natürlich umgekehrt.
Eigentlich finde ich sowieso, daß sie viel zu schade sind um sie in die die Küchenlade zu legen. Deshalb habe ich auch an den als Untersetzer gedachten Princess Doodles Schlaufen angebracht, denn man kann sie alle genauso gut als Bilder aufhängen! Nun ich mag ja nette Sachen, die auch einen praktischen Nutzen haben.
Und ich muss gestehen – es hat mir tatsächlich Spaß gemacht Topflappen zu nähen